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Aktivitäten

– 175 Jahre Teehaus

Für den mit sieben Meilenstiefeln näher rückenden Tag des offenen Denkmals am 8. September 2019, an dem unser Teehaus wieder geöffnet sein wird, begleitet von viel Musik sowie Speis‘ und Trank, wird schon jetzt alles schöngemacht, denn: wir feiern dann Geburtstag: Unser Teehaus wird stolze 175 Jahre alt.

Sage und schreibe an sieben Wochenenden wurde gejätet. Letzte Woche am Mittwoch war es dann so weit: auch im Innenraum wurde dem Staub der Garaus gemacht. Das jäten und putzen auch Spaß machen kann, wenn man in der Gruppe ist, zeigen nicht zuletzt ganz viele Fotos, die von allen zur Erinnerung gemacht wurden.

Plätzchen vom Teehaus-Team
Foto: Ursel Knoll, 10. Juli 2019
  • Wunderbar hat hier das Gärtner-Team aufgeräumt (Foto © Georg Maybaum, 12. Juli 2019)
  • Landschaftsplaner Michael Günther aus Wachenheim (ganz links) engagiert sich ehrenamtlich für das Gartendenkmal (Foto © Georg Maybaum, 12. Juli 2019)
  • Architekt Mathias Henrich und Stuckrestaurator Martin Ranft auf der Arbeitsbühne (Foto © Georg Maybaum, 5. Juli 2019)
  • Technikrestaurator Martin Möbus beim Einbau der von ihm restaurierten Oberlichter (Foto © Georg Maybaum, 9. Juli 2019)
  • Weinlandschaft in Rot (Foto © Georg Maybaum, 12. Juli 2019)
  • Die Arbeitsbühne ist abgebaut. Der Salon des Teehauses ist wieder erlebbar (Foto © Peter Benoit, 10. Juli 2019)
  • Stuckdecke und Oberlichter im Entrée (Foto © Georg Maybaum, 9. Juli 2019)
  • Wechselspiel: Licht und Patina (Foto © Birgit Franz, 9. Juli 2019)

– Hoffest

Tulpen

Anlässlich des Hoffestes ist auch das Teehaus geöffnet. Georg Maybaum führte über 200 Interessierte in Kleingruppen durch das Teehaus. Rund fünfzig weitere Zaungäste schauen zudem kurz vorbei. Auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die unser Teehaus seit 2018 fördert, wurde von Birgit Franz am zugehörigen „Teehaus-Stand“ vorgestellt.

Schön, dass Felicitas Reichold vom SWR Südwestrundfunk Studio Mannheim-Ludwigshafen kurz zuvor, am 31. Mai 2019 zur besten mittäglichen Sendezeit, einen kleinen Beitrag zum Teehaus ausstrahlen ließ. Da hat bestimmt so manchen Gast zusätzlich aufmerksam gemacht.

Jean-Philippe Aiguier sei Dank, dass unser Förderverein direkt an ganz prominenter Stelle einen Stand (sogar schon komplett aufgebaut) bekam. So waren nur noch die Kisten mit Informationen mitzubringen.

- Sommerzeit: Das Teehaus hat seine Fenster zurück und das Gartendenkmal gewinnt dank des unermüdlichen Einsatzes der Mitglieder auch seine Ausstrahlung zurück.

  • Da steht es wieder: zu unser aller Freude! (Foto © Franz-Josef Knoll, 24.05.2019)
  • Da steht es wieder: zu unser aller Freude! (Foto © Franz-Josef Knoll, 24.05.2019)
  • Die Komposition der Gartenanlage wird dank des Wirkens der Mitglieder wieder sichtbar (Fotos 25. Mai und 1. Juni 2019)
  • Die Komposition der Gartenanlage wird dank des Wirkens der Mitglieder wieder sichtbar (Fotos 25. Mai und 1. Juni 2019)
  • Die Komposition der Gartenanlage wird dank des Wirkens der Mitglieder wieder sichtbar (Fotos 25. Mai und 1. Juni 2019)

Liebe Teehausfans, die Laterne ist wieder von Licht durchflutet. Denn mit der Sommerzeit kamen die neuen Fenster. Endlich tritt die filigrane Struktur des Lusthäuschens wieder in Erscheinung! Nun können wir es kaum noch erwarten, bis in den nächsten Wochen auch die Klappläden und die restaurierten Oberlichter kommen.

Um die Wartezeit rein emotional etwas zu verkürzen, treffen sich unsere gärtnerisch ambitionierten Mitglieder auf dem Terrassenplateau zum Unkrautjäten und zum Freilegen der zugewucherten Wegeführung. Ein mühsames Unterfangen – und doch: gemeinschaftlich macht es bei aller Anstrengung auch Spaß!

Dank der fachkompetenten Initiative von Iris Diehl und Michael Günther aus Wachenheim, die die Aktion mit ihren Ideen wie auch mit Rat und Tat bereichern, gewinnt nun auch die Gartengestaltung ihre Grandezza zurück. Was Ehrenamt in Gemeinschaft so alles schafft, ist begeisternd.


Frühlingserwachen

Tulpen

Liebe Teehausfans, der Frühling leuchtet im farbenfrohen Kleide, die Tage werden wärmer, wir Menschen wieder aktiver – für mich als Erste Vorsitzende ein guter Zeitpunkt, Ihnen nach der Winterpause vom Teehaus wieder berichten zu können. Denn: es geht weiter! Kürzlich wurden, um die Beschläge an die neuen Klappläden zu montieren, die maroden Klappläden demontiert, die Oberlichter aus Gusseisen werden gerade vom Restaurator aufgearbeitet und neu (gemäß Befund: rot) verglast, die neuen (wunderschönen) Eichenfenster sind schon gefertigt, sie müssen nur noch gestrichen werden und dann kann der Einbau erfolgen.

Ein paar Mitglieder haben sich zusammengefunden, um in Kürze das Gartendenkmal unter der fachkundigen Anleitung von Iris Diehl und Michael Günther zu pflegen.

Sehr erfreulich ist, dass in 2019 unsere Wiederaufbau- und Instandsetzungsarbeiten von der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz in maßgeblichem Umfang gefördert werden.

Auch finanziell geht es im Jahr 2019 voran. Zwei Meilenschritte stehen an. Soeben kam der Bescheid der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, dass unser Fördermittelantrag auf Zuwendung aus Mitteln zur Erhaltung nichtstaatlicher Kulturdenkmäler bewilligt wurde! Die Fördersumme ist maßgeblich und sehr hilfreich. Dafür sind wir sehr dankbar! Den genauen Betrag können wir Ihnen mitteilen, sobald die Formalitäten alle klar, von uns abgearbeitet und behördlich bestätigt sind. Doch das wird noch eine Weile dauern. Und in Bälde starten wir die Abrechnung der Förderung durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz. Auch hierzu werden wir demnächst mehr berichten können.

Und wo Freude ist, da ist auch Leid. Unser liebes Vorstandsmitglied Gerd Brudermüller ist am 22. März 2019 im Alter von 70 Jahren verstorben. Wir haben einen wunderbaren Menschen verloren. Die Abschiedsfeier in der Schlosskirche Bad Dürkheim am Samstag, dem 13. April 2019, war sehr eindrücklich. Wir werden Gerd Brudermüller in ehrender Erinnerung behalten und wünschen seiner Familie allen Trost. Die Tulpen im Bild sind ein letzter Gruß vom Teehaus an ihn und zugleich für uns alle Hoffnung schenkende Frühlingsboten.


Neues von der Baustelle!

Das Teehaus im Dezember.
Genießen Sie beim nächsten Spaziergang zwischen den Weinhängen den nun wieder freien Blick auf unser äußerlich weitgehend wiederhergestelltes, anmutiges Teehaus (Foto: Franz-Josef Knoll am 3. Adventssonntag 2018)

Im Dezember wurden die Blechnerarbeiten am Laternenschaft fertiggestellt. Damit wurde der letzte für 2018 avisierte bauliche Meilenstein abgeschlossen. Die Gerüste sind inzwischen abgebaut, im Frühjahr 2019 geht es dann wieder weiter, als erstes mit dem Einbau der Fenster!

- Das von der Deidesheimer Künstlerin Rab-Paqué gestiftete Ölbild vom Teehaus findet ein neues Zuhause!

  • Weinprinzessin Tamara I., unsere Glücksfee, zieht aus den Losen mit verdeckt eingerollten Spender*innen-Namen den glücklichen Gewinner: Ralph Neubert!
  • Weinprinzessin Tamara I., unsere Glücksfee, zieht aus den Losen mit verdeckt eingerollten Spender*innen-Namen den glücklichen Gewinner: Ralph Neubert!
  • Weinprinzessin Tamara I., unsere Glücksfee, zieht aus den Losen mit verdeckt eingerollten Spender*innen-Namen den glücklichen Gewinner: Ralph Neubert!
  • Dieser Tage werden die Blechnerarbeiten am Laternenschaft fertiggestellt. Damit wird der letzte für 2018 avisierte bauliche Meilenstein abgeschlossen, die Gerüste werden abgebaut, im Frühjahr geht es dann wieder weiter!

Als Glücksfee für die Verlosung des „Teehaus“-Bildes konnten wir die Weinprinzessin der Verbandsgemeinde Deidesheim gewinnen. Als Ortsbürgermeisterin Ursula Knoll anfragte, sagte Tamara I. mit Freude zu. Dem Gewinner, Ralph Neubert aus Niederkirchen, stand das Erstaunen ins Gesicht geschrieben. „Das Bild hängt schon!“ So mailte er kaum eine dreiviertel Stunde nach der Verlosung … „und zwar in Ruppertsberg über dem Buffet seiner Freundin“, die aus ihrem Wohnraum die Laterne des Teehauses nun zweimal sehen kann. Rund ein Dutzend Vereinsmitglieder und „Die Rheinpfalz“ waren gekommen, um dem feierlichen Moment beizuwohnen. Und kaum zu glauben, genau im Moment der Verlosung und während des anschließenden Fotoshootings tauchte die Sonne das Teehaus an diesem eher regnerischen 1. Adventssonntag in strahlendes Licht.

Am Tag des offenen Denkmals hatte der Förderverein seine Idee verkündet, das fröhlich stimmende Ölbild ab sofort unter den nächsten 100 Spenderinnen und Spendern zu verlosen oder unter denen, die bis zum 30. November mindestens 50 Euro spendeten (Vorstandsmitglieder waren von der Verlosung ausgeschlossen). Die Aktion spielte 1215,55 Euro ein. Rab-Paqué, die gerne gekommen wäre, jedoch anlässlich des Weihnachtsmarktes in ihrem offenen Atelier am Deidesheimer Stadtplatz gebunden war, ließ herzliche Glückwünsche überbringen.

Wir danken allen fürs Mitmachen!


Bauhistorische Untersuchungunentgeltlich erarbeitet

Joachim Kleinmanns ergründet die am Bauwerk verbliebenen Spuren.
Joachim Kleinmanns ergründet die am Bauwerk verbliebenen Spuren der verlorengegangenen Pergolen, die historische Gemälde und Fotos aufzeigen.

Bei diesen beiden Spenden geht es weder um Geld- noch um Sachspenden. Dass es dem Förderverein ebenso hilft, wenn fachbezogenes Know-how unentgeltlich erarbeitet wird, davon erzählt die seitens der amtlichen Denkmalpflege als Arbeitsgrundlage geforderte „Bauhistorische Untersuchung“. In fachlicher und menschlicher Verbundenheit war ein Dreigestirn am Werk, um die Vereinskasse insgesamt um einen höheren vierstelligen Betrag zu entlasten.

Zum einen der aus Karlsruhe kommende Bauhistoriker Dr. Joachim Kleinmanns, ein profunder Kenner der Erbauungszeit unseres Kleinods, der bereits in 2017 seine „Teehaus“-Affinität mit einer Spende zum Ausdruck brachte. In 2018 übernahm er die Aufgabe, mittels zerstörungsfreier Substanzerkundung die Baugeschichte zu erkunden. Der Verein dankt herzlichst für dieses hilfreiche Geschenk!

Zum andern die beiden Fördervereinsmitglieder Dr.-Ing. Birgit Franz, Professur für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege, und Prof. Dr.-Ing. Georg Maybaum, von der Ingenieurkammer Niedersachsen ö.b.u.v. Sachverständiger. Ihre Aufgabe war es, aussagekräftige Schrift- und Bildquellen über das Bauwerk zu finden – ein in diesem speziellen Fall durchaus mühsames wie spannendes Unterfangen. Beider Dank geht u.a. an das Archiv und Museum Neustadt/W., das Landesarchiv Speyer und das Weingut Dr. Bürklin-Wolf für die Öffnung des Familienarchives, an Ursula Knoll, Ruppertsberger Ortsbürgermeisterin, und Magdalene Dreisiebner, Tochter des früheren Hofgutverwalters, für die hilfreiche Unterstützung.

Der Blick in die Geschichte des Teehauses Ruppertsberg gleicht einem Kaleidoskop: unerwartete Impressionen zeigen die Facetten aus nahezu 175 Jahren Bauwerks- und Nutzungsgeschichte.