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Aktivitäten

- Endspurt: ab Mai Gastraum und Standesamt

Mit liebevollem Feinschliff wird unser Teehaus von allen Beteiligten für die Nutzung ab dem Wonnemonat Mai vorbereitet. Und die am 17. April 2021 montierte Himmelsnadel, gestiftet von Bettina Bürklin-von Guradze, deren Rebenmeer der Weinlage Hoheburg unser Teehaus umschmeichelt, signalisiert nun weithin: Ich stehe wieder schmuck da! Trauungen, Festlichkeit und Konferenzen können stattfinden!

  • (Foto © Birgit Franz / Georg Maybaum, 17. April 2021)
  • (Foto © Birgit Franz / Georg Maybaum, 17. April 2021)
  • (Foto © Birgit Franz / Georg Maybaum, 17. April 2021)
  • (Foto © Birgit Franz / Georg Maybaum, 17. April 2021)
  • (Foto © Franz-Josef Knoll, 17. April 2021)
  • (Foto © Birgit Franz / Georg Maybaum, 17. April 2021)
  • (Foto © Franz-Josef Knoll, 17. April 2021)
  • (Foto © Franz-Josef Knoll, 17. April 2021)
  • (Foto © Franz-Josef Knoll, 17. April 2021)
  • (Foto © Franz-Josef Knoll, 17. April 2021)

Die Stifterin Bettina Bürklin-von Guradze und die Vereinsvorsitzende Birgit Franz öffnen wohlüberlegt einen schön gekühlten 2018er Weißwein Ruppertsberger Hoheburg vom Weingut Dr. Bürklin-Wolf.

(Foto © Birgit Franz / Georg Maybaum, 17. April 2021)

Es war ein ergreifender Moment als die Himmelsnadel am Kran auf die Laternenspitze schwebte und nach vier Minuten die Schrauben saßen, von Moritz Kegler und Paul Ries der Sicherheitsgurt gelöst werden konnte, die mit großem Abstand auf den umgebenden Wegen Mitglieder applaudierten. Zusammen mit Josef Wagner hatten sie in den Wochen zuvor in der Schmiede │ Schlosserei Metallbau Wagner in Deidesheim die 81 Kilo schwere Turmspitze mit viel Liebe zum Detail hergestellt. Wie Fritz Woidy das mit dem Wetter hinbekommen hat – strahlend blauer Himmel – wissen wir nicht. Gewiss ist aber, dass er die ganze Aktion präzise vorbereitet hat, den Kranwagen aus dem eigenen Betreib kostenlos zur Verfügung stellte, die Himmelsnadel eigenhändig auf die Laterne steuerte und den Löwenanteil der Kosten für die Arbeitsbühne spendete.

(Foto © Franz-Josef Knoll, 17. April 2021)

Der Montage voraus ging vergleichbar mit dem alten Brauch der Grundsteinlegung die Beschickung eines Geheimfaches in der untersten Kugel, hier mit drei kunststoffverschweißten Päckchen. Die beiden Schlosser Moritz Kegler und Paul Ries legten als erstes ein Foto ein, dass die drei Schmiede zeigt, noch in der Werkstatt, neben der vier Meter hohen Spitze - ihre Namen stehen auf der Rückseite. Dann folgte zusammengerollt für den Förderverein das Gründungsprotokoll, die Satzung, die 2018 von Patrick Woidy und Christian Fecht in Reimform verfasste Richtspruchrede, eine Postkarte, die das Teehaus im Jahr 2010 noch mit den hölzernen Pergolen zeigt, die Förderbroschüre der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, die unser Teehaus vorstellt, und einen Stick mit allen bisherigen Mitgliederbriefen. Und das dritte Päckchen, befüllt von Bettina Bürklin-von Guradze, enthält drei Korken mit der Weinlagenbezeichnung „Ruppertsberger Hoheburg“ sowie dem Wappen und dem Schriftzug des Weinguts „Dr. Bürklin-Wolf“. Außerdem ein dazu passendes, von ihr als Stifterin beschriftetes Flaschenetikett.

- Die Rheinpfalz - Presse

Holger Pöschl berichtet unter dem Titel „Das Feuer hat nicht das letzte Wort“ über das Engagement von Carla Helmrich, die im Studiengang Konservierung und Restaurierung an der HAWK, Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst im Rahmen ihrer Bachelor-Abschlussarbeit für die extrem brandgeschädigte Türe zwischen dem kleinen Vestibül und dem innenliegenden Treppenhaus zwei spezielle Verfahren entwickelte, um die geschlossenen und die offenen Brandblasen aufweichen und flachdrücken zu können. Ohne diese Verfahren wäre die Fassung der Türe nicht zu retten gewesen.

Carla Helmrich vor ihrem Werkstück (Foto © Birgit Franz / Georg Maybaum, 26.03.2021)

Und damit nicht genug. Nach Abschluss der Bachelorarbeit restaurierte sie dann in 100 ehrenamtlichen Arbeitsstunden das brandgeschädigte Türblatt. Zum Glück waren zum Zeitpunkt des Brandes die anderen drei Türen schon seit Jahren ausgelagert. Die einzelnen Schritte der Holz-Restaurierung lassen sich nachverfolgen auf Instagram unter: @helmrich.restaurierung

- Die Rheinpfalz - Presse

Anlässlich der Auszeichnung mit einem grünen Stern im Guide Michelin berichtet Jochen Willner über Jean-Philippe Aiguier, der seit 15 Jahren das Hofgut Ruppertsberg gepachtet hat und sich dort als gelernter Koch und Patissier seinen Traum erfüllt. Er beginnt seinen Artikel mit den Worten: „Jean-Philippe Aiguier strahlt vor Freude. Er blickt auf die Handwerker, die gerade im Hofgut ihrer Arbeit nachgehen, aber auch auf jene, die oberhalb des Anwesens dem legendären Teehaus, das vor knapp sieben Jahren lichterloh in Flammen stand, den letzten Feinschliff verpassen.“

- Zu den Teehausminiaturen

Kartonmodell im Maßstab 1:100
(Fotos © Gerhard Baumann 11.06.2020)
Kartonmodell im Maßstab 1:140
(Fotos © Gerhard Baumann 21.01.2021)

Gerhard Baumann übergibt dem Förderverein ein weiteres, diesmal hochkomplexes und farbiges Modell im Maßstab 1:150.

Das Modell ist derart reich an Details, dass sogar jede einzelne hölzerne Büge unter dem Überstand des Daches nachzubauen ist, wie auch die vier außenliegenden Sandsteintreppen und die Eckpostamente minutiös herausgearbeitet werden. Es ist so kreativ wie virtuos, wie Gerhard Baumann mit Karton, Schere und Kleber faszinierende Miniaturen realer Bauwerk fertigt. Zum Glück hat ihn auch unser Teehaus fasziniert und dazu motiviert.

- Die Rheinpfalz - Presse

Gerhard Baumann steht im Mittelpunkt des Berichtes von Stephanie Becker. Überschrieben ist dieser mit „Große Baukunst im kleinen Format“ und unterschrieben mit „Blickpunkt: Der Förderverein Teehaus Ruppertsberg gibt seit über drei Jahren alles für den denkmalgerechten Wiederaufbau der Landmarke. Gerhard Baumann, Werklehrer für Technik und Kunst im Ruhestand, hat jetzt einen ganz besonderen Weg gefunden, um Spenden zu sammeln.“

(Anmerkung von Birgit Franz:
Die 150 Exemplare des einfachen Modells für Schüler im Maßstab 1:100 waren nach der seinerzeitigen Ankündigung im Amtsblatt vom 27.11.2020 derart schnell – noch vor Weihnachten – vergriffen, dass sich der Förderverein ohne zu zögern für einen Nachdruck entschieden hat.)

Liebe Mitglieder, Freunde und Förderer, geschätzte Unterstützer*innen aus den Handwerksbetrieben, Restaurierungsateliers, Fachbehörden und Verwaltungseinrichtungen, über den Jahreswechsel ruht unsere Baustelle. Allerdings nur ein klitzekleines Weilchen! Wir wollen dieses Zeitfenster nutzen, um kurz zur Ruhe zu kommen. Doch nicht, ohne zuvor Ihnen/Euch herzlichst DANKE zu sagen!

Wiedererwachen eines magischen Ortes (Illumination Fritz Woidy, Foto © Franz-Josef Knoll, 3. Adventssonntag 2020)

Ob der vielen helfenden, gebenden, fördernden Hände sowie motivierenden Gesten und Gespräche sind wir alle zusammen auch im Jahr 2020 wieder mit Siebenmeilenstiefeln vorangekommen. Das Teehaus selbst scheint sich bei all der Zuwendung höchst wohl zu fühlen. Aus der brandgeschädigten Ruine ist äußerlich schon wieder ein geschliffenes Juwel geworden, gefasst von der Fruchtbarkeit des Rebenmeeres. Und auch im Inneren geht es dank der versierten Handwerksbetriebe und Restaurierungswerkstätten mit großen Schritten voran. Die Magie des Ortes, geprägt von Gelassenheit, Ruhe und Schönheit, ist zunehmend wieder spürbar.

Von ganzem Herzen sendet Ihnen/Euch der elfköpfige Vorstand ein virtuelles DANKESCHÖN und wünscht friedvolle Festtage und für das neue Jahr 2021 Gesundheit und Wohlergehen! Möge es ein Jahr werden, welches uns allen wieder mehr Vis-à-Vis-Kommunikation und die geliebte Pfälzer Lebensart ermöglicht!

– Herbstplauderei

  • Unsere jüngsten Fans besuchen das Teehaus (Fotos © Birgit Franz, 20.10.2020)
  • Unsere jüngsten Fans besuchen das Teehaus (Fotos © Birgit Franz, 20.10.2020)

Liebe Mitglieder, Freunde, Förderer und Ausführende, in der großen Hoffnung, dass es Ihnen/Euch in diesen schwierigen Zeiten unbeschadet dessen gut geht, berichte ich heute über den begeisterten Besuch unserer jüngsten Teehaus-Fans, die sogleich unser neues Merchandise-Produkt ausprobieren durften, sowie über den aktuellen Sachstand.

Ein besonders fröhliches Ereignis war der Besuch der Ruppertsberger Hortkinder, die für ihr Herbstferienprogramm das Thema Ruppertsberg mit Besuch des Teehauses ausgewählt hatten. Eine solche Heimatverbundenheit ist einfach zur Freude! Die zwölf jungen Ruppertsberger Teehaus-Fans besuchen derzeit die Klassen 1-4 der Deidesheimer Grundschule.

Ursula Knoll und Birgit Franz erzählten zunächst kindgerecht die Geschichten zur Entstehung solcher Teehäuser, zum Brand sowie zum Wiederaufbau.

Zum Abschluss des Morgens von ihren beiden Erzieherinnen, Anne Neuber und Elke Joost, gefragt, was für jedes Kind das Spannendste war, konnten insbesondere die Römer punkten. Auch deshalb, weil Ursula Knoll die mundgeblasene Nachbildung eines prächtigen Römerglases mitgebrachte. Diese ist einem Original nachempfunden, welches Grabbeigabe in einem der Sarkophage war, die man einst bei Grabungen in der Weinlage Hoheburg gefunden hat.

  • Die ersten Baumeister aus dem Ruppertsberger Kinderhort bauen das Teehaus nach (Fotos © Anne Neuber, 27.10.2020)
  • Die ersten Baumeister aus dem Ruppertsberger Kinderhort bauen das Teehaus nach (Fotos © Anne Neuber, 27.10.2020)
  • Das Kartenmodell, im Ehrenamt entwickelt von Gerhard Baumann – sicherlich ein schönes Geschenk für Kinder oder Enkel

Die Magie des Ortes hat die Phantasie in den Köpfchen der Kinder beflügelt, wie unter anderem das Legostein-Modell vom Teehaus zeigt. Zur Erinnerung und zum Weiterbauen mit Papier bekam jedes Kind einen Bastelbogen mit dem einfachen Kartenmodell im Maßstab 1:100 von Gerhard Baumann. Als pensionierten Kunstlehrer hat der leidenschaftliche Modellbau-Entwickler schon für so manchen Förderverein die Baukunstwerke nicht nur als Miniatur nachgebaut, sondern per Modellbau-Bogen aufbereitet und vervielfältigt zur Verfügung gestellt.

Ausschneiden, zusammenkleben und bemalen sind die nächsten Etappenziele. Derzeit arbeitet Gerhard Baumann an der komplexen Bauversion für Erwachsene, die dann auch koloriert sein wird.

Wer mit dem einfachen Modell seinen Kindern oder Enkeln eine Freude machen möchte, der kann gegen eine Spende von mindestens 5 Euro/Bogen diese(n) bei der Schriftführerin des Fördervereins im Schlossgarten 54 in Ruppertsberg oder der 1. Vorsitzenden in der Heumarktstraße 1 in Deidesheim abholen.

Der Förderverein bedankt sich sehr herzlich bei Herrn Baumann für sein detailfasziniertes Engagement.

Und last but not least zu den Baufortschritten


In den vergangenen Sommermonaten hat unser Teehauses bezogen auf seine Instandsetzung Quantensprünge erlebt. Entsprechend (sehr) viel gab es zu bedenken, zu regeln und zu entscheiden:

Das Terrassenplateau ist soweit für die Bepflanzung vorbereitet, die planmäßig Mitte November erfolgen soll – hier sei all den emsig vor Ort aktiven Mitgliedern, die ausgekoffert und neu verfüllt haben, gedankt. Da der Außenputz nicht zu erhalten war – hierzu gab es zahlreiche Untersuchungen und Besprechungen –, wurde er erneuert und gestrichen, die Sandsteinelemente wie Sockel, Gewände und Treppen wurden gereinigt, ausgebessert und verfugt. Der Bügenkranz des Hauptdaches ist nach Befund in einem warmen Gelb-Ocker farblich gefasst.

  • Freude am Tun! Danke!!! (Fotos © Heiner Weisbrodt, 27.09. und 24.10.2020)
  • Freude am Tun! Danke!!! (Fotos © Heiner Weisbrodt, 27.09. und 24.10.2020)

Auch im Inneren geht es voran. Auch hier war der Putz derart geschädigt, dass hier bis auf zwei sog. „Fenster in die Geschichte“, die das Original bezeugen, erneuernd gearbeitet werden musste. Ein großer Dank geht auch an die Mitglieder, die die fehlende Bodenplatte im kleinen Zugang betoniert haben. Unter hermetischen Bedingungen musste zudem jener Teil entsorgt werden, der seinerzeit mit dem giftigen „Schweinfurter Grün“ gestrichen wurde.

In Kürze wird die elektrische Wandheizung installiert, die abschließende Wandglätte aufgebracht, die Haustechnik weiter vorangebracht und Vieles mehr. Der Restaurator der denkmalgeschützten WC-Ausstattung hat das filigrane Waschbecken mit Muschelapplikationen und zierlicher Armatur liebevoll gereinigt. Die historische Toilette wird derzeit nachgerüstet, damit sie unseren heutigen Vorstellungen entspricht und wieder genutzt werden kann.

Geradezu phantastisch kommt das inzwischen aufwändig restaurierte Holzwerk – Lamperien, Zargen, Türblätter und die Holzkassettendecken mit Laubrankenbemalung – daher. Die Brandspuren auf der Treppe zur Laterne bleiben als Erinnerung an das Brandereignis dennoch bewusst sichtbar, allerdings ausdünstungsverkapselt. Noch in der Werkstatt ist eines der Türblätter mit besonders starker Brandblasenbildung. Dieses wird derzeit von der angehenden Restauratorin Carla Helmrich im Rahmen ihrer Bachelorabschlussarbeit untersucht, bewertet und aufgearbeitet. In diesem Fall profitieren wir von dem Wissen und Können der jungen Studentin an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) in Hildesheim und dem Expertenwissen ihrer Fachbetreuer.

Ebenfalls vorangeschritten sind die detaillierten Abstimmungen mit der Verbandsgemeinde zur standesamtlichen Nutzung. Erste Anfragen sind bereits eingegangen. Erfreulich!

Zudem gehen die Schrankmöbel, in welchen die für den Bewirtungsbetrieb notwendigen Ausstattungen wie Geschirrspüler, Waschbecken, etc. für die standesamtliche Nutzung „versteckt“ sind, dieser Tage in die Ausschreibung.

Und, und, und … demnächst sicher mehr!

Soweit für heute mit den allerbesten Wünschen, vor allem für Ihre Gesundheit und auch für unseren Verein! Es grüßt Sie herzlich Ihre Birgit Franz (1. Vorsitzende)