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Aktivitäten

– Herbstplauderei

  • Unsere jüngsten Fans besuchen das Teehaus (Fotos © Birgit Franz, 20.10.2020)
  • Unsere jüngsten Fans besuchen das Teehaus (Fotos © Birgit Franz, 20.10.2020)

Liebe Mitglieder, Freunde, Förderer und Ausführende, in der großen Hoffnung, dass es Ihnen/Euch in diesen schwierigen Zeiten unbeschadet dessen gut geht, berichte ich heute über den begeisterten Besuch unserer jüngsten Teehaus-Fans, die sogleich unser neues Merchandise-Produkt ausprobieren durften, sowie über den aktuellen Sachstand.

Ein besonders fröhliches Ereignis war der Besuch der Ruppertsberger Hortkinder, die für ihr Herbstferienprogramm das Thema Ruppertsberg mit Besuch des Teehauses ausgewählt hatten. Eine solche Heimatverbundenheit ist einfach zur Freude! Die zwölf jungen Ruppertsberger Teehaus-Fans besuchen derzeit die Klassen 1-4 der Deidesheimer Grundschule.

Ursula Knoll und Birgit Franz erzählten zunächst kindgerecht die Geschichten zur Entstehung solcher Teehäuser, zum Brand sowie zum Wiederaufbau.

Zum Abschluss des Morgens von ihren beiden Erzieherinnen, Anne Neuber und Elke Joost, gefragt, was für jedes Kind das Spannendste war, konnten insbesondere die Römer punkten. Auch deshalb, weil Ursula Knoll die mundgeblasene Nachbildung eines prächtigen Römerglases mitgebrachte. Diese ist einem Original nachempfunden, welches Grabbeigabe in einem der Sarkophage war, die man einst bei Grabungen in der Weinlage Hoheburg gefunden hat.

  • Die ersten Baumeister aus dem Ruppertsberger Kinderhort bauen das Teehaus nach (Fotos © Anne Neuber, 27.10.2020)
  • Die ersten Baumeister aus dem Ruppertsberger Kinderhort bauen das Teehaus nach (Fotos © Anne Neuber, 27.10.2020)
  • Das Kartenmodell, im Ehrenamt entwickelt von Gerhard Baumann – sicherlich ein schönes Geschenk für Kinder oder Enkel

Die Magie des Ortes hat die Phantasie in den Köpfchen der Kinder beflügelt, wie unter anderem das Legostein-Modell vom Teehaus zeigt. Zur Erinnerung und zum Weiterbauen mit Papier bekam jedes Kind einen Bastelbogen mit dem einfachen Kartenmodell im Maßstab 1:100 von Gerhard Baumann. Als pensionierten Kunstlehrer hat der leidenschaftliche Modellbau-Entwickler schon für so manchen Förderverein die Baukunstwerke nicht nur als Miniatur nachgebaut, sondern per Modellbau-Bogen aufbereitet und vervielfältigt zur Verfügung gestellt.

Ausschneiden, zusammenkleben und bemalen sind die nächsten Etappenziele. Derzeit arbeitet Gerhard Baumann an der komplexen Bauversion für Erwachsene, die dann auch koloriert sein wird.

Wer mit dem einfachen Modell seinen Kindern oder Enkeln eine Freude machen möchte, der kann gegen eine Spende von mindestens 5 Euro/Bogen diese(n) der Schriftführerin des Fördervereins im Schlossgarten 54 in Ruppertsberg oder der 1. Vorsitzenden in der Heumarktstraße 1 in Deidesheim abholen.

Der Förderverein bedankt sich sehr herzlich bei Herrn Baumann für sein detailfasziniertes Engagement.

Und last but not least zu den Baufortschritten


In den vergangenen Sommermonaten hat unser Teehauses bezogen auf seine Instandsetzung Quantensprünge erlebt. Entsprechend (sehr) viel gab es zu bedenken, zu regeln und zu entscheiden:

Das Terrassenplateau ist soweit für die Bepflanzung vorbereitet, die planmäßig Mitte November erfolgen soll – hier sei all den emsig vor Ort aktiven Mitgliedern, die ausgekoffert und neu verfüllt haben, gedankt. Da der Außenputz nicht zu erhalten war – hierzu gab es zahlreiche Untersuchungen und Besprechungen –, wurde er erneuert und gestrichen, die Sandsteinelemente wie Sockel, Gewände und Treppen wurden gereinigt, ausgebessert und verfugt. Der Bügenkranz des Hauptdaches ist nach Befund in einem warmen Gelb-Ocker farblich gefasst.

  • Freude am Tun! Danke!!! (Fotos © Heiner Weisbrodt, 27.09. und 24.10.2020)
  • Freude am Tun! Danke!!! (Fotos © Heiner Weisbrodt, 27.09. und 24.10.2020)

Auch im Inneren geht es voran. Auch hier war der Putz derart geschädigt, dass hier bis auf zwei sog. „Fenster in die Geschichte“, die das Original bezeugen, erneuernd gearbeitet werden musste. Ein großer Dank geht auch an die Mitglieder, die die fehlende Bodenplatte im kleinen Zugang betoniert haben. Unter hermetischen Bedingungen musste zudem jener Teil entsorgt werden, der seinerzeit mit dem giftigen „Schweinfurter Grün“ gestrichen wurde.

In Kürze wird die elektrische Wandheizung installiert, die abschließende Wandglätte aufgebracht, die Haustechnik weiter vorangebracht und Vieles mehr. Der Restaurator der denkmalgeschützten WC-Ausstattung hat das filigrane Waschbecken mit Muschelapplikationen und zierlicher Armatur liebevoll gereinigt. Die historische Toilette wird derzeit nachgerüstet, damit sie unseren heutigen Vorstellungen entspricht und wieder genutzt werden kann.

Geradezu phantastisch kommt das inzwischen aufwändig restaurierte Holzwerk – Lamperien, Zargen, Türblätter und die Holzkassettendecken mit Laubrankenbemalung – daher. Die Brandspuren auf der Treppe zur Laterne bleiben als Erinnerung an das Brandereignis dennoch bewusst sichtbar, allerdings ausdünstungsverkapselt. Noch in der Werkstatt ist eines der Türblätter mit besonders starker Brandblasenbildung. Dieses wird derzeit von der angehenden Restauratorin Carla Helmrich im Rahmen ihrer Bachelorabschlussarbeit untersucht, bewertet und aufgearbeitet. In diesem Fall profitieren wir von dem Wissen und Können der jungen Studentin an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) in Hildesheim und dem Expertenwissen ihrer Fachbetreuer.

Ebenfalls vorangeschritten sind die detaillierten Abstimmungen mit der Verbandsgemeinde zur standesamtlichen Nutzung. Erste Anfragen sind bereits eingegangen. Erfreulich!

Zudem gehen die Schrankmöbel, in welchen die für den Bewirtungsbetrieb notwendigen Ausstattungen wie Geschirrspüler, Waschbecken, etc. für die standesamtliche Nutzung „versteckt“ sind, dieser Tage in die Ausschreibung.

Und, und, und … demnächst sicher mehr!

Soweit für heute mit den allerbesten Wünschen, vor allem für Ihre Gesundheit und auch für unseren Verein! Es grüßt Sie herzlich Ihre Birgit Franz (1. Vorsitzende)